Die deutschen Autokäufer entscheiden sich immer schneller

Unternehmen neigen dazu zu glauben, dass ihre Produkte völlig einzigartig sind. Doch die Realität sieht anders aus. Immer mehr deutsche Autokäufer sind nicht mehr auf eine bestimmte Marke oder ein Modell festgelegt. Das geht aus der »Global Auto Study« von Google (2013) hervor. Im Durchschnitt ziehen die Kunden 3,7 Marken in Erwägung. Eine Entscheidung für ein bestimmtes Modell wird immer schneller getroffen. Bei fast jedem zweiten steht der neue Wagen nach nicht mal zwei Monaten vor der Tür. Mehr als 80 Prozent nutzen das Internet als Informationsquelle, zwei Drittel eine Suchmaschine, damit übersteigt sie die Bedeutung des lokalen Händlers. Fast jeder zweite Interessent sieht sich vor dem Kauf Videos seines Wunschfahrzeugs im Internet an. Der Einfluss von Youtube und anderen Videoplattformen auf den Neuwagenkauf hat damit seit 2009 um 88 Prozent zugenommen.

Global Auto Study 2013

 

Erschreckend sind die Ergebnisse der Google-Studie in Punkto digitaler Kommunikation mit den Herstellern: 72 Prozent der potenziellen Kunden versuchen, die Händler online zu kontaktieren. Ein Großteil der befragten Autokäufer war mit den Antworten auf online gestellte Anfragen nicht zufrieden, da sie zu langsam kamen oder zu vage waren. Mehr als die Hälfte bekommen auf ihre E-Mails nur verzögert oder gar keine Antwort. Noch schlechter sieht es bei den anderen Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme aus: In 71 Prozent der Kontaktaufnahmen über Soziale Medien lässt die Antwort entweder lange auf sich warten oder ist unvollständig. Resultat: Ein Drittel der so verärgerten Kaufinteressenten hat den Händler gewechselt und 60 Prozent davon haben sich sogar für eine andere Marke entschieden.

Die ganze Studie finden Sie hier: