So ticken deutsche Autofahrer wirklich

Dieselkrise und Kartellverdacht, E-Autos, Carsharing, Bikesharing, Fahrverbote… Wer in den letzten Wochen die Zeitungen aufschlug oder Nachrichten sah hatte den Eindruck, die Deutschen würden keine Autos mehr kaufen wollen. Erst im Juli gab es eine Studie des CAR-Forschungszentrums die aufzeigte, der Anteil an Privatkäufen hatte einen neuen Negativrekord erreichte. Gerade einmal 34,6 Prozent der gekauften Neuwagen wurden auf Privatleute zugelassen. Dazu die Diskussionen um Fahrverbote und Quoten für E-Autos, der Dieselgipfel und das boomende Carsharing in Großstädten. Unsicherheit über die Zukunft des Autos und verschwundenes Vertrauen in die Automobilhersteller taten ein Übriges.

Und jetzt kommen zwei Studien heraus, die zeigen: In Deutschland herrscht große Lust auf einen Autokauf. 41 Prozent der in der ARAL-Trendstudie 2017 Befragten, wollen sich in den kommenden 18 Monaten ein Auto zulegen.
In der aktuellen Umfrage, des Instituts für Demoskopie Allensbach (im Auftrag der FAZ) antworteten 59 Prozent der befragten Autofahrer mit »Nein« auf die Frage »Könnten Sie sich vorstellen, auch ohne Auto im Haushalt auszukommen?«. Weitere 32 Prozent sagten, das wäre für sie nur schwer vorstellbar. Weniger als 10 Prozent der Autofahrer könnten auf ihr Auto verzichten.

Das Auto spielt im Alltag der meisten Deutschen eine größere Rolle als je zuvor

Die Vorstellung das Auto ist ein Auslaufmodell, geht an der Lebenswirklichkeit der meisten Deutschen weit vorbei. Rund 45 Millionen Privatwagen waren im Jahr 2016 in Deutschland zugelassen, fast dreieinhalb Millionen mehr als 2010. 82 Prozent der Haushalte verfügen nach der Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach über mindestens ein Auto, 78 Prozent der Deutschen ab 18 Jahren fahren zumindest gelegentlich selbst, das sind 20 Prozent mehr als vor 20 Jahren. Die Begeisterung für das Auto, wie wir es heute kennen, ist ungebrochen.

Politik und Medien sind den durchschnittlichen Autokäufern Lichtjahre voraus. Besonders groß ist die Lücke zwischen politischer Diskussion und Lebenswirklichkeit der Menschen beim Thema Elektroauto. Es vergeht kaum ein Tag, an dem nicht in Politik und Medien verkündet wird, Verbrennungsmotoren hätten ausgedient, und dem Elektroauto gehöre die Zukunft. Schaut man sich die Umfrageergebnisse an, kommt man um die Erkenntnis kaum herum, dass es sich wohl immer noch um SciFi handeln muss. Auf die Frage: »Käme es für Sie in Frage, in den nächsten Jahren ein Elektroauto zu kaufen, oder käme das für Sie eher nicht in Frage?«, antworteten nur 30 Prozent mit »Kommt in Frage.« Die Zahl derer, die den Kauf eines Elektrofahrzeugs ablehnen liegt dagegen bei 50 Prozent.

Also gute Zeiten für den Autohandel?

Der Wunsch nach einem anderen Auto ist so groß wie nie zuvor, sagt die aktuelle Aral-Studie zum Autokauf 2017. Vor allem Neuwagen sind gefragt. Jeder vierte Befragte will ein fabrikneues Auto kaufen. Die Umfrage zeigt dabei eine unverändert hohe Rabatterwartungen, aber auch viel Unsicherheit rund um die Verhandlung im Autohaus. So rechnen Deutschlands Autofahrer mit einem Preisnachlass von durchschnittlich 14 Prozent. Fällt der Nachlass nicht wie gewünscht aus, ziehen 51 Prozent der Befragten einen Markenwechsel in Betracht. Das ist für den Kunden nachvollziehbar. Nach Abwrackprämie, Elektroprämie und nun die Umstiegsprämie, immer mehr Autohersteller bieten Prämien beim Kauf eines Neuwagens an. Und das nutzen Neuwagenkäufer natürlich gerne aus.

Bei der Wahl des Motors, muss der Dieselantrieb empfindliche Einbußen hinnehmen: Nur noch 18 Prozent der Befragten wollen beim nächsten Kauf einen Selbstzünder bestellen, vor zwei Jahren waren es noch 31 Prozent. Davon profitiert vor allem der Benziner: 52 Prozent wollen jetzt lieber einen Benziner kaufen. 15 Prozent setzen auf Hybride, und nur fünf Prozent wollen auf ein »reines« Elektroauto umsteigen. Elektroautos sind offenbar auch nach Jahren intensiver Förderung für den normalen Fahrzeugnutzer nicht attraktiver geworden.

Vertraut man den Studien, wird der Handel aller Voraussicht nach von einem sehr freundlichen Konsumklima profitieren und hat die Chance noch unentschlossene Kunden für die eigene Marke zu begeistern.

Zwar hat im Zuge der Debatte um das mutmaßliche Autokartell und die Zukunft des Diesels der Ruf der Premiumhersteller Volkswagen, BMW und Daimler im Monat Juli in der öffentlichen Meinung einen Tiefpunkt erreicht – das ergibt sich aus einer Analyse der Berichterstattung in diversen Medien, für die das Medienanalysehaus Media Tenor mehr als 100.000 Beiträge über Dax-30-Unternehmen und ihre Vorstände ausgewertet hat. Daher ist es nicht verwunderlich, das Volkswagen in der Käufergunst gesunken ist. Nach Audi und BMW liegt Volkswagen nur noch auf Platz drei der infrage kommenden Marken für einen Neuwagenkauf.

Das Wunschauto der Deutschen (laut ARAL-Trendstudie) ist daher auch ein Audi, eine Limousine in der Farbe Schwarz. Es hat einen Benzinmotor, kostet knapp unter 30.000 Euro und wird bar bezahlt. Wichtigste Extras sind eine Klimaanlage und ABS-Bremssystem.

Das Auto ist im Alltag der Deutschen wichtiger als je zuvor. Von seinem Ende kann jedenfalls keine Rede sein.

Adieu alter Diesel!

Vor wenigen Tagen kamen die Spitzen der Politik und Automobilbranche zum Gipfeltreffen rund um das Thema Diesel zusammen. Dabei wurde ein Rückruf von mehr als 5 Millionen Fahrzeugen beschlossen. Sie müssen zurück in die Werkstätten, um Verbesserungen am Abgassystem vornehmen zu lassen.

Doch die Konzerne haben die Möglichkeit erkannt, den verärgerten Kunden etwas mehr zu bieten: Mit einer Abwrackprämie wollen Autohersteller ihren Kunden neue Modelle schmackhaft machen. VW und andere Autohersteller bieten nun Rabatte in Form von »Umweltprämien« an. Bis zu 10.000 Euro können Besitzer von Dieselautos, die unter die Abgasnorm Euro 1 bis 4 fallen, einstreichen. Alles, was sie dafür tun müssen: den alten Diesel – egal welcher Marke – verschrotten und einen Neuwagen mit Euro-6-Norm kaufen.

Volkswagen bietet Fahrern mit einem älteren Diesel (Euro 1 bis Euro 4) ab sofort eine Umstiegsprämie von 2.000 bis maximal 10.000 Euro beim Kauf eines VW-Neuwagens. Die Summe steigt dabei je nach Modell. Ford nimmt Fahrer von Benzinern und Dieseln mit Euro 1, 2 oder 3 ins Visier. Audi nimmt Dieselfahrzeuge aller Marken mit der Euro-Norm 1 bis 4 entgegen und bietet beim Kauf eines Audi-Neuwagens eine Prämie von 3.000 bis 11.785 Euro an. Bei Skoda werden Dieselfahrzeuge aller Marken mit den Euro-Normen 1 bis 4 angenommen. Um die SEAT-Prämie einzustreichen, muss ein Dieselfahrzeug, egal von welchem Hersteller, der Euro-Normen 1 bis 4 abgegeben und ein SEAT-Neuwagen gekauft werden. Bei BMW und MINI muss für die Umweltprämie ein altes Dieselfahrzeug, egal welcher Marke, mit Euro-Norm 1 bis 4 in Zahlung gegeben werden. Toyota hat auch ein Prämienprogramm an den Start gebracht und bleibt seinem Hybrid-Fokus treu. Die Japaner bieten einen 2.000 Euro Diesel-Eintauschbonus an, der nochmal um 2.000 Euro aufgestockt wird, wenn man sich für einen Toyota-Hybrid entscheidet. Auch bei Renault erhält man eine Umweltprämie beim Neuwagenkauf, wenn man im Gegenzug einen Diesel, egal welcher Marke, mit den Euro-Normen 1, 2, 3 oder 4 abgibt. Daimler bietet den Besitzern alter Dieselfahrzeuge eine Umtauschprämie von 2.000 Euro, wenn sie ein neues Mercedes-Benz-Fahrzeug kaufen. Bei Opel profitieren Autofahrer, die von einem älteren Dieselfahrzeug (Euro 1- bis Euro 4-Norm), gleich welcher Marke, auf ein neues Opel-Modell umsteigen, von einer Prämie von bis zu 7.000 Euro. Die Höhe der Prämien hängt dabei von der Marke und dem Modell des Neuwagens ab.
Um die Norm des eigenen Autos zu ermitteln, braucht man als Autobesitzer die Schlüsselnummer aus dem Fahrzeugschein. Zahlreiche Internetseiten verraten, welche Nummern zu welcher Abgasnorm gehören, zum Beispiel die ADAC-Webseite. Dann sucht man einfach den passenden Autohändler in seiner Nähe, um sein neues Wunsch-Auto auszusuchen.

Aktuellen Zahlen des Kraftfahrtbundesamts (KBA) zufolge können von dem Angebot bis zu 6,3 Millionen Fahrzeughalter profitieren.

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