So tickt (und shoppt) die Generation Z

Die Generation Z, das sollen jene jungen Menschen sein, die zwischen 1995 und 2010 geboren wurden. Sie sind die Nachfolger der Millennials und haben angeblich ganz andere Ansprüche an Flexibilität, Innovation und Anpassungsfähigkeit als ihre Vorgänger. Vor allem wenn es um Mobilität und Fahrzeuge geht.

Die 18-Jährigen bis 20-jährigen sind die neue Hauptzielgruppe vieler Unternehmen. Doch die meisten Unternehmen behandeln sie falsch. Worauf es der Generation Z tatsächlich ankommt, hat die US-Agentur Barkley in einer Studie mit 2000 Teilnehmern untersucht. Und herausgefunden: die Teens teilen die sozialen Werte der Millennials ebenso wie die Arbeitsmoral der Babyboomer. Diese neue Gruppe von Konsumenten nennt Barkley deshalb die Schlüsselgeneration. Die Generation Z würde demnächst über rund 44 Milliarden Dollar Ausgaben jährlich entscheiden.

Zwar gibt die Generation Z immer noch Rätsel für viele Marketer auf, fest steht jedoch: Diese jungen Kunden sind die bisher multikulturellste und liberalste Generation. Sie vertreten tolerante Ansichten, was Fragen der Hautfarbe, des Geschlechts, der Sexualität angeht. Gleichheit ist nicht verhandelbar.

Da Kinder der Generation Z schon im frühen Alter Smartphones und Tablets kennen und nutzen, durchlaufen sie eine andere Entwicklung als frühere Generationen. Sie teilen die Social-Web-Angebote klar nach Funktionen auf. Facebook ist der Informationsknoten im Familien- und Freundeskreis, Twitter dient der Kommunikation in Echtzeit, Instagram ist die Plattform für Selbstdarstellung, während sie über Snapchat ihr wahres Leben mit Freunden teilen. Sie probieren gerne neu Kommunikationskanäle auf und wechseln – je nach Bedarf – zwischen den einzelnen Kanälen.

Sie legen wert auf authentische Kommunikation und schätzen Unternehmen, die ihnen die Wahrheit erzählen und für einen guten Zweck stehen. Und sie sind außergewöhnlich technikbegeistert und offen für Trends wie Virtual Reality und alternative Einkaufsmodelle.

In einer aktuellen Studie von Accenture wurde jetzt die Einstellungen und Erwartungen der Generation Z und Millennials mit Blick auf ihr Kaufverhalten untersucht.

Mehr als zwei Drittel der befragten jungen Erwachsenen zwischen 18 und 20 Jahren (69 Prozent) möchten direkt über Snapchat, Instagram & Co. einkaufen. Mehr als vier von zehn Angehörigen der Generation Z (44 Prozent) lassen sich auf sozialen Plattformen gern hinsichtlich neuer Produkte inspirieren, und mehr als ein Drittel (37 Prozent) hat Social Media im vergangenen Jahr stärker für seine Kaufentscheidungen genutzt als im Jahr zuvor.

Sie schätzen ihre Individualität aber legen gleichzeitig hohen Wert auf Gemeinschaft. Sie teilen gern ihre Erlebnisse mit anderen, vor allem besondere Erlebnisse und Geschichten. Sie nutzen Smartphones, um über Messaging-Dienste und Plattformen wie WhatsApp, Threema, Twitter und Instagram in Echtzeit verbunden zu bleiben.
Wichtig: Rund 25 Prozent nutzt ihr Smartphone nicht zum Telefonieren (The Guardian).
Sie haben eine große Abneigung gegen Telefonmarketing, unspezifische Rabattcoupons und austauschbare Billigprodukte und sind doch häufig Kunde bei Primark. Sie sind es leid, von irrelevanter, störender Werbung verfolgt zu werden. Doch anders als wir einfach einen Adblocker installieren, um die störende Werbung zu umgehen, weicht die junge Käufergeneration auf werbefreie Kanäle aus. Interessanterweise spielen dann auf diesen Kanälen die »Influencer« eine wichtige Rolle. Die jungen Kunden verlassen sich beim Kauf eines Artikels stärker auf Empfehlungen aus YouTube-Videos, Meinungen ihrer Freunde und Kommentare in den sozialen Medien als die Millennials.

Jeder vierte Befragte in der Studie (24 %) bevorzugt den Onlineeinkauf gegenüber dem Offlineeinkauf. Und bereits 13 % bevorzugen den Einkauf über mobile Geräte.

»Diese Generation verbringt ihre Zeit in den sozialen Medien. Und dort will sie auch einkaufen« , sagt Thomas Täuber, Leiter des Geschäftsbereichs Retail für Accenture in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Ihnen ist beim Einkaufen die Service-Komponente besonders wichtig. So geben allein 73 % dieser Generation an, an »Curated Shopping«-Angeboten für Kleidung interessiert zu sein. Dies können Empfehlungen aus sozialen Medien wie Instagram oder Pinterest sein oder auch Geschäftsmodelle, die beratende Komponenten enthalten.

Da die jungen Erwachsenen sich gerne beraten lassen, informieren sie auch selbst gerne ihre Freunde, Bekannten und Follower in den Social Medien über ihre Service- und Einkaufserlebnisse: Fast 70 % der Befragten der Generation Z gaben an, Bewertungen zu Produkten oder Dienstleistungen verfasst zu haben. 40 % sagen, dass sie dies häufig und regelmäßig tun.

Zugleich sollte der Handel die klassische Niederlassung als Verkaufskanal jedoch nicht vernachlässigen: 60 Prozent der Konsumenten aus der Generation Z kaufen noch immer lieber im Laden, nahezu die Hälfte (46 Prozent) informiert sich vor dem Online-Kauf im stationären Handel.

Auch für die Autoindustrie und -händler gibt es eine gute Nachricht: immerhin 60 % der jungen Erwachsenen besitzen ein eigenes Auto. Und knapp 73 % sagen, dass sie beabsichtigen in den nächsten 1-2 Jahren ein Auto zu kaufen.
Aber für sie zählen völlig andere Werte bei der Anschaffung eines eigenen Wagens. Der Fokus der heute 18- bis 34-Jährigen in Bezug auf zukünftige Mobilität liegt eindeutig auf Nachhaltigkeit und Konnektivität. Diese Altersgruppe hat eine sehr pragmatische Grundhaltung, mit Technik umzugehen. »Sie fragt, welche Vorteile ihr diese Technik bietet, ob ein Auto nachhaltig ist, ob ihre Anforderungen nach Vernetzung und Kommunikation damit erfüllt werden«, sagt Thomas Huber, Chef des Frankfurter Zukunftsinstituts. Mobil sein ist für die Millennials weit weniger als für ältere Generationen damit verbunden, einen eigenen Pkw zu besitzen. 46 Prozent leihen sich regelmäßig bei Bedarf ein Auto und 47 Prozent glauben, Carsharing kann ein wichtiger Schritt zur Lösung von Verkehrsproblemen in den Städten sein.

»Die Generation Z ist die nächste große Macht im Verbrauchermarkt. Ihre Aufmerksamkeit erreicht man über Bilder, das Gespräch mit ihr verläuft kanal- und geräteübergreifend. Um sie zu einem Teil seiner Marke zu machen, muss der Einzelhandel in die dafür notwendigen digitalen Tools investieren«, sagt Thomas Täuber. »Crowdsourcing, Customization und Hyper-Personalisierung: Sie sind die zwingende Voraussetzung für den Dialog mit einer Generation, die die Welt des digitalen Handels schon heute prägt und künftig zunehmend beherrschen wird.«

Doch vor allem eins wünscht sich die Generation Z: Sicherheit.

LDB macht Studenten mobil

Ein nagelneues Fahrrad geschenkt? Wer würde da nicht Ja sagen. Die LDB Gruppe macht das für Studierende in Deggendorf möglich. Sie können ein kostenloses Fahrrad erhalten – solange sie bereit sind, mit einer kleinen Werbefläche unterwegs zu sein.

Möglich macht es das Unternehmen studierad. Das Konzept der jungen Firma: Studierende können sich auf www.studierad.de für ein Rad anmelden. Ziel ist es die Unabhängigkeit und Mobilität von Studierenden zu verbessern. Sobald sich ein Unternehmen aus der Wirtschaft gemeldet hat, um auf einem Rad zu werben, bekommt der Student sein Rad samt Werbung an beiden Mantelschonern und der Unternehmer seine fahrende Werbung. »Und darüber bringen wir Studenten und Wirtschaft zusammen«, sagt Marco Masuch.

Jeder Studierende, der an einer Hochschule in Deutschland eingeschrieben ist, kann sich auf der Seite www.studierad.de anmelden und ein kostenloses »Studierad« bekommen. Anhand der angegebenen Daten sucht studierad.de einen Werbepartner, der den Studierenden unterstützen möchte. Das Fahrrad wird mit seiner Werbung beschriftet und steht ihr/ihm mindestens ein Jahr lang zur Verfügung.

Hat ein Studierender eines erhalten, muss er es alle sechs Monate auf eigene Kosten warten lassen. Bleibt die Wartung aus, droht dem Besitzer der Verlust des Rades. Nach vier Jahren versteigert das Unternehmen die Räder. Die Erlöse spendet studierad an die internationale Organisation World Bicycle Relief.

Mit unserer Werbung auf dem Studierad unterstützt die LDB Gruppe nicht nur den Studierenden, sondern wir tragen einen aktiven Beitrag zum Umweltschutz bei.

LDB @ TYPO Berlin 2015

Die TYPO Berlin feiert ihr zwanzigstes Jahr als größtes und erfolgreichstes Designevent in Europa und die LDB Gruppe ist dabei!

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Seit 1996 findet die Konferenz jedes Jahr im Mai statt. Mit rund 1500 Teilnehmern und rund 60 Sprechern, die an drei Tagen auf vier Bühnen Vorträge, Workshops und Panels abhalten, gehört sie zu den weltweit wichtigsten Kreativ-Events. In einer eklektischen Mischung von Vorträgen erörtern einflussreiche Denker gesellschaftliche Trends, Ideen, Konzepte, neue Technologien und die Grundsätze guter Gestaltung.

Sie ist interdisziplinär, weltoffen und bietet jährlich eine neue inhaltliche Klammer für die vielen Vorträge, Werkschauen und Diskussionsrunden. Sie ist das Schaufenster für Graphic-, Motion-, Web-, Game-, Font-, Sound-, Corporate- und überhaupt grenzenloses Design aus aller Welt – zusammengepackt in ein dichtes Programm mit drei parallelen Vortragsachsen.

Jede TYPO hat ein aktuell relevantes Thema, das die Sprecher in ihren Vorträgen aus persönlicher Sicht bearbeiten. Es geht ebenso um gesellschaftliche Trends, wie um persönliche Vorstellungen, technische Neuerungen, wie gültige Gesetze des guten Designs.

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Auf der TYPO Konferenz sprechen wegweisende Designer, Professoren, Marketingleute, Wissenschaftler, Künstler, Journalisten und viele mehr. Ganz unterschiedliche Ansätzen aus den Bereichen Kommunikation und Gestaltung werden gezeigt und diskutiert. Die TYPO wirkt inspirierend, gibt Einblicke in Experimente, fördert den Austausch von Fachwissen und ist kreativer Spielplatz für Kommunikationsprofis. Hier werden neue Entwicklungen, Trends vorgestellt und diskutiert. Jede TYPO steht unter einem eigenen Motto und greift aktuelle Themen, Einflüsse und Diskussionen auf.

Ideen und Konzepte, vorgestellt auf der TYPO, haben das Licht der Welt meist noch nicht erblickt. Kein Fachbuch ist aktueller, keine Schulung authentischer als ein TYPO-Vortrag. Wir freuen uns dabei zu sein.

Kunden fühlen sich unverstanden

Eine von IBM veröffentlichte Studie zeigt eine große Lücke zwischen der unternehmensinternen Wahrnehmung des Marketings und der tatsächlichen Erfahrung von Verbrauchern. Die von Econsultancy entwickelte und in den USA durchgeführte Umfrage hat ergeben, dass nahezu 90 Prozent der Marketingexperten die individuell zugeschnittene Customer Experience als entscheidend für den Erfolg betrachten. Diesem breiten Konsens stehen allerdings 80 % der Verbraucher gegenüber, die angeben, dass Markenunternehmen sie nicht als Individuum wahrnehmen.

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Die Umfragen hatten ergeben, dass 80 Prozent der Marketingfachleute der festen Überzeugung sind, bei allen Interaktionen und an allen Touchpoints stets die einzelnen Kunden und Marktsegmente umfassend im Blick zu haben. Außerdem sind sie überzeugt von ihrer Fähigkeit, herausragende Einkauferlebnisse zu bieten, und zwar sowohl offline (75 Prozent), online am PC (69 Prozent) als auch über Mobilgeräte (57 Prozent). Gleichzeitig geben aber nur 47 Prozent der Marketingfachleute an, für relevante Kommunikation und Content sorgen zu können. Tatsächlich ist diese Zahl möglicherweise sogar noch zu hoch: Als die Verbraucher gefragt wurden, ob Unternehmen das Einkaufserlebnis ihrer Meinung nach individuell gestalten (Produkte, Social Media, Newsletter, Sonderangebote und andere Informationen), kam als Antwort ein klares Nein, selbst bei den Marken ihres Vertrauens. Hier einige der Ergebnisse:

  • Nur 37 Prozent der Befragten finden, dass ihr bevorzugter Händler sie als Individuum wahrnimmt
  • Nur 22 Prozent der Befragten glauben, dass der durchschnittliche Händler sie als Individuum wahrnimmt
  • Nur 21 Prozent der Verbraucher meinen, dass erhaltene Mitteilungen im Durchschnitt „meistens relevant” sind
  • Nur 35 Prozent der Verbraucher sind der Meinung, dass Mitteilungen von ihren bevorzugten Händlern „meistens relevant“ sind

Eine Erklärung für diesen Unterschied in der Wahrnehmung zwischen Unternehmen und Kunden könnte sein, dass Unternehmen sich noch nicht auf den aktuellen, von zahlreichen neuen und stetig wachsenden Kommunikationskanälen geprägten Lebensstil eingestellt haben.

So gaben in der Studie nur 34 Prozent der Marketingexperten an, das Einkaufserlebnis online und offline erfolgreich zu verknüpfen. Zwar besteht für die Kunden bereits eine gewisse Verknüpfung, denn sie recherchieren zu Produkten überwiegend online, aber sie geben das meiste Geld dann lieber offline aus.

Wer solche Einkaufserlebnisse nicht bietet, muss mit Einbußen rechnen. Um dies zu belegen, wurden Kunden gefragt, ob sie in den vergangenen 12 Monaten ihren Dienstleistungsanbieter (Bankwesen, Internetprovider und Satelliten-/Kabelnetzanbieter …) gewechselt hatten.

  • 49 Prozent der Kunden gaben an, in den vergangenen 12 Monaten den Anbieter gewechselt zu haben, wobei das Kundenerlebnis eine bedeutende Rolle spielte.
  • 30 Prozent wechselten wegen Versagen des Anbieters, wobei 51 Prozent das Kundenerlebnis als entscheidenden Faktor nannten.
  • 59 Prozent wechselten, weil der neue Anbieter ein besseres Angebot hatte, wobei 42 Prozent Produkte als wichtigsten Faktor nannten, gefolgt vom Erlebnis mit 29 Prozent.

Dauerhafte und profitable Beziehungen zum Kunden sind der Schlüssel zum Markterfolg. Obwohl Kundenzufriedenheit heute eifrig proklamiert wird, machen viele Kunden immer wieder schlechte Erfahrungen. Ein negatives Schlüsselerlebnis gerät so schnell zum folgenschweren Moment, der die Loyalität entscheidend beeinflusst. Unternehmen, die positive Kundenerlebnis ermöglichen, bereiten den Weg für eine Welle von Markentreue, Kundenempfehlungen und Vertrauen. Nur wenn es Marken gelingt, beim Kunden positive Emotionen auszulösen, bleiben sie ihm im Gedächtnis. Eine emotionale Bindung wird am besten durch positive Erfahrungen und Erlebnisse ausgelöst, die der Kunde mit dem Unternehmen hat. Diese Kundenerlebnisse an jedem Touchpoint zu schaffen und zu verbessern, ist das Ziel der Customer Experience. Die meisten Kunden sind jedoch äußerst unzufrieden mit ihrer Customer Experience. Laut einer Forrester-Studie zur Kundenzufriedenheit (2010) sind in den USA nur 16% der Konsumenten mit ihrer Erfahrung im B2B-Bereich zufrieden (9% im B2C), in Europa sind es 25% im B2B und 10% im B2C.

Aus diesem Grund muss es die primäre Aufgabe von Unternehmen sein, die verschiedenen Customer Journeys über alle Touchpoints in Abhängigkeit des für den Kunden momentan relevanten Anwendungsfalls so zu gestalten, dass dadurch Begeisterung und letztlich Kundenloyalität entstehen. Die LDB Gruppe unterstützt sie dabei gerne. Rufen Sie uns an.

Fazit: Customer Experience wird für Unternehmen zunehmend zum Erfolgsfaktor. In Zeiten, in denen die Unternehmenskommunikation an Glaubwürdigkeit verliert und sich negative Erfahrungen wie ein Lauffeuer verbreiten, wird jede Interaktion zwischen Unternehmen und Kunde zum Prüfstein. Nur wem es gelingt, hier zu begeistern, kann mit Wiederkäufen und Weiterempfehlungen rechnen.

Weitere Informationen zur IBM-Studie hier:

B2B-Blog – King of Content

Ein Corporate Blog ist eine einmalige Chance und gute Möglichkeit für eine langfristige und ganzheitliche Social-Media-Strategie mit angeschlossenen Social-Media-Kanälen. (Fast) jeder ist auf Facebook präsent, auch Xing oder LinkedIn wird als Social-Media-Plattform häufig genutzt. Aber Firmen mit einem Corporate Blog sind in Deutschland immer noch selten. Besonders wenn es sich um B2B Unternehmen handelt. Dabei haben gerade Blogs die digitale Gesellschaft so stark geprägt, wie kaum ein anderes Social Media Instrument. Blogs gibt es viel länger als Facebook oder Twitter. Sie geben jedem eine Stimme im Internet, der etwas zu sagen hat (oder denkt etwas zu sagen zu haben) und dies auch öffentlich tun möchte. Das gilt nicht nur für Privatpersonen oder Medienschaffende, sondern ebenso für Firmen. Corporate Blogs geben einem Unternehmen eine Stimme, ein Gesicht, ein Aushängeschild. Kundennahe Beiträge sorgen für eine hohe Nutzeraktivität und Interaktionen, liefern Hintergrundinformationen und rücken das Unternehmen und seine Produkte in den Vordergrund.

(©) Shutterstock

Laut B2B-Online-Monitor 2014 scheinen B2B-Firmen im deutschsprachigen Raum Blogs zunehmend als weniger erfolgreich zu bewerten. Bei den befragten Firmen aller Größen sank sie binnen eines Jahres rapide. Tatsächlich leiden alle B2B-Blogs – auch die Guten – darunter, dass die Leser sich so gut wie nie mit Kommentaren aktiv einbringen. Der für Soziale Medien konstitutive Dialog, die Kommunikation in zwei Richtungen, findet in deutschen B2B-Blogs jedenfalls (bisher) nicht statt. Anders als im B2C-Bereich haben sich in den deutschen Blogs nirgends Communities gebildet. Ganz oben stehen daher bei der Social Media Strategie deutscher Unternehmen Suchmaschinenmarketing und Newsletter. Viele befürchten auch den Aufwand, der mit einem Corporate-Blog verbunden ist.
Unternehmen in den USA sehen das anders. Laut zweier Untersuchungen des Content Marketing Instituts von 2013 und 2014 werden Blogs für die befragten US-Firmen in der Praxis immer wichtiger. Standen sie 2013 erst an zehnter Stelle, rückten sie binnen eines Jahres bereits auf den vierten Platz vor, Tendenz steigend. Die zentrale Rolle von Blogs für das Suchmaschinen-Marketing, der Platzierung relevanten Content und die Gewinnung von Newsletter-Abonnenten wird offenbar von deutschen Unternehmen häufig unterschätzt.

Das Ziel eines Corporate Blogs bleibt natürlich immer, den Fokus auf das Unternehmen zu lenken: Bekanntheit von Unternehmen, Marken oder Produkten steigern
· Image positiv beeinflussen
· Positionierung stärken
· Themengebiete besetzen
· Anfragen generieren
· Neuigkeiten verbreiten
· Feedback der Zielgruppe über Kommentare erhalten
· Hilfestellungen bieten
· Mehrwert für Kunden und Interessenten

Der Corporate Blog muss durch seine einzigartigen, interessanten Inhalte bestechen (was wir in Zukunft mit Hilfe unserer Mitarbeiter erreichen wollen). Ein »perfekter« Blog ist eine Mischung aus mehreren Elementen:
Der Produkt-Bereich: Unterstützt die Imagebildung unserer Marke oder eines speziellen Produktes und ist schon teilweise mit der klassischen Werbung vergleichbar.

Der Service-Teil: Zusätzlicher Kundenservice durch aktualisierte Produktinformationen sowie mehr Hintergründe dazu. Hierbei liegt der Fokus noch stärker auf dem Produkt als auf dem Image. Wir können unsere Fact-Sheets vorstellen, Checklisten zum Download anbieten …

Der Themen-Bereich: Hier sollten wir die Gelegenheit ergreifen, Kompetenz über unsere Produkte hinaus zu beweisen. Wir könnten über Marktforschungsthemen schreiben, Umfragen beurteilen oder Customer Experience Themen in den Vordergrund stellen.

Der »Unterhaltungs«-Bereich: Der Humor darf auch bei B2B-Unternehmen nicht zu kurz kommen und gehören selbstverständlich auch in einen Corporate Blog.

Nach einer Umfrage 2014 über Themenwünsche in deutschen B2B-Blogs gab es folgendes Ranking:
· Produkttipps, Links mit Mehrwert: 28 %
· Hintergrundinfos zum Unternehmen, Geschichte, Produkte, Branchentrends: 23 %
· Hintergründe zum Arbeitsalltag, zur Firmenkultur – der Blick hinter die Kulissen: 20 %
· Aktuelles und Pläne zur Unternehmensentwicklung: 13 %
· Keine platte Werbung, keine Pressemitteilungen: 10 %
· Erfahrungsberichte von Praktikanten, Auszubildenden, Kunden: 6 %

Der Corporate Blog ist also der Dreh- und Angelpunkt für das schnelle und regelmäßige Veröffentlichen von Inhalten und Nachrichten eines Unternehmens.