Social Media beeinflusst immer mehr den Autokauf

Die Technologie-Affinität der Konsumenten wächst und wirkt sich immer mehr auf den Entscheidungsprozess beim Autokauf aus: wer einen Autokauf plant, informiert sich vorab auf YouTube, in Internet-Foren und auf Facebook. So das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Beratungsunternehmens Faktenkontor**. Für die endgültige Kaufentscheidung wird außerdem Google+ als Infokanal hinzugezogen.

Jeweils gut ein Viertel der für den „Social Media-Atlas 2014/15“ Befragten suchen vor einem Autokauf auf YouTube oder Facebook nach Informationen. Geht es um die konkrete Kaufentscheidung, kommen Foren, Blogs und sogar Google+ ins Spiel. Der Grund: Blog- und Google+-Leser haben ein hohes Vertrauen in die Informationen, die sie zum Thema Autokauf dort finden. 77 Prozent vertrauen den Inhalten auf Google+, bei Blogs sind es 80, bei Foren sogar 82 Prozent. Neun Prozent der Social Media-Nutzer haben bereits einmal eine Kaufentscheidung für ein Auto mithilfe dieser virtuellen “Schwarzen Bretter” getroffen. Bei YouTube und Facebook sind es je fünf Prozent.

Bei der reinen Suche nach Informationen über PKWs schauen die Social Media-Nutzer mit je 16 Prozent zwar deutlich seltener bei Google+ und in Blogs vorbei. Für Kaufentscheidungen spielen diese Web 2.0-Dienste aber eine genauso große Rolle wie YouTube und Facebook.

Mehr als 90 Prozent der Verbraucher informieren sich bereits im Internet oder tätigen dort ihren Kauf – weltweit gesehen. Immer mehr Verbraucher möchten ihr neues Auto sogar online erwerben. Mehr als 30 Prozent der Befragten in einer Studie von Capgemini* gaben an, dass sie ihr Auto im Internet kaufen würden. Dagegen besuchen immer weniger Konsumenten vor der Kaufabwicklung ein Autohaus.

Mit dem Siegeszug des Social Web finden Gespräche über Marken und Produkte nicht mehr nur im Privaten sondern auch ganz öffentlich in Blogs, auf Facebook oder in Foren statt. Die Markenwahrnehmung der Konsumenten wird stärker als zuvor von äußeren Touchpoints beeinflusst. Auch die Automobilbranche ist diesem Wandel ausgesetzt. Die in Deutschland besonders starke Forenkultur ist gerade bei allen Themen rund um das Auto sehr ausgeprägt und emotional. Da ist es nicht weiter verwunderlich, dass auch auf den bekanntesten Social Media Plattformen wie Facebook, Twitter, Google+ oder Blogs das Auto eine wichtige Rolle spielt. 71 Prozent der Befragten** würden voraussichtlich ein Auto eher kaufen, wenn es in den Social Media positiv bewertet wird.

Zeitschriften, Zeitungen und Online-Nachrichten habe bisher einen noch etwas größeren Einfluss auf den Autokauf als Social Media. Aber die Zahlen zeigen: „Soziale Medien spielen hier schon heute eine erhebliche Rolle”, so Dr. Roland Heintze, Social Media-Experte des Faktenkontors, “Deswegen sollten sich Automobil-Hersteller und -Händler stark im Web 2.0 engagieren. Aber dabei müssen die richtigen Kanäle bespielt werden. Viele Firmen vernachlässigen die auf den ersten Blick unscheinbaren, aber besonders einflussreichen Foren, während sie Twitter stark überbewerten.”

Daher haben wir von der LDB Gruppe mit unseren Lösungen LDB SocialMediaAnalyse und LDB Like’n’Tell zwei professionelle und bewährte Tools für unsere Kunden entwickelt.

Die Studie »Social Media-Atlas 2014/2015« (Hamburg, Januar 2015) wurde im Auftrag der Beratungsgesellschaft Faktenkontor und dem Marktforscher Toluna in Kooperation mit dem IMWF – Institut für Management- und Wirtschaftsforschung durchgeführt. 3.450 nach Alter, Geschlecht und Bundesland onlinerepräsentative Internetnutzer ab 14 Jahren wurden in Form eines Online-Panels zu ihrer Social Media-Nutzung befragt. Erhebungszeitraum war der 22. September bis 15. Oktober 2014. Die Ergebnisse sind auf ganze Zahlen gerundet. Die komplette Studie mit allen Ergebnissen kann unter www.faktenkontor.de bestellt werden.

Soft Skills als Erfolgsgaranten

Welche Assoziationen verbinden Autofahrer mit dem Begriff Servicequalität in Zusammenhang mit ihrer Werkstatt? Und welche Kriterien stehen für Werkstattmitarbeiter im Vordergrund, wenn sie von Qualität im Service sprechen? Diesen Themen sind die Marktforschungsspezialisten der LDB Gruppe im Rahmen einer repräsentativen Umfrage nachgegangen, deren Ergebnisse auf dem Kfz-Service-Symposium im Rahmen der diesjährigen Automechanika in Frankfurt vorgestellt wurden.
Soft Skills

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Qualität – laut Lexikon ist darunter die Gesamtheit der charakteristischen Eigenschaften bzw. die Beschaffenheit einer Sache (oder Person) zu verstehen. Gerade im Servicebereich von Kfz-Werkstätten setzt sich diese Gesamtheit aus höchst unterschiedlichen Tätigkeitsfeldern und Produkten zusammen: Beratung, Terminverlässlichkeit, Beschaffenheit der eingebauten Teile, reibungslose Abläufe, Freundlichkeit, günstiger Preis – all diese Komponenten spielen eine Rolle, wenn die Qualität einer Werkstatt bzw. eines Servicebetriebes beurteilt werden soll.

So unterschiedlich Werkstattkunden und Mitarbeiter sein mögen, bei der Beurteilung, was Qualität im Servicebereich für sie bedeutet, liegen beide Gruppen nahe bei einander. Das ergab eine Befragung der LDB Gruppe unter 600 Werkstattkunden und 230 Werkstattmitarbeitern. Beide Gruppen verbinden Servicequalität allgemein im Wesentlichen mit „Soft Skills“, den weichen Faktoren, im Rahmen von Kundenorientierung und Informationsmanagement und bewerten im direkten Bezug zu Werkstattleistungen die Begriffe „Fairness/Ehrlichkeit“ und „Vertrauen“ am höchsten. Die Qualität eines Werkstattbesuches wird von den befragten Werkstattkunden vornehmlich an den weichen Faktoren und dem Beratungs- und Informationsbedürfnis gemessen. Weniger im Fokus steht dem gegenüber eine rein preislich orientierte Entscheidung für oder gegen eine Werkstatt. Auch die Entscheidung, ob Originalteile in das Fahrzeug eingebaut werden oder nicht, spielt für die Kunden laut Umfrage eine eher untergeordnete Rolle.