E-Mail-Marketing im Autohaus

Das Autohaus-Marketing verlagert sich mittlerweile hin zum Onlinemarketing. Social-Media-Kanäle, Google AdWords oder Google Bewertungs-Management bringen kostengünstig Reichweite und Klicks. Die beliebtesten digitalen Marketing-Kanäle für Autohäuser sind:

  • Eigene Homepage
  • Facebook-Auftritt
  • Instagram
  • YouTube
  • Twitter
  • Fahrzeugbörsen
  • E-Mail-Marketing

Newsletter sind ein Klassiker im Online-Marketing, wirken aber in Zeiten von Facebook, Twitter oder WhatsApp schon adäquiert. Aber auch knapp 44 Jahre nach Ray Tomlinson Erfindung, hat der Newsletter seinen vorderen Platz im Online-Marketing nicht verloren. Die E-Mail bleibt weiterhin eines der meistgenutzten Marketingtools in Autohäusern.

Da die persönliche Kommunikation immer mehr zu Facebook Messenger, Instagram und WhatsApp wechselt, erscheinen E-Mails oft weniger aufdringlich. Branchenübergreifend nutzen knapp 95 Prozent der Unternehmen in Deutschland E-Mail-Marketing für die Kundenkommunikation – Tendenz steigend! Der Einsatz von Newslettern ist im Vergleich zum Vorjahr sogar um acht Prozent gestiegen. Der Einsatz von Newslettern zur Neukundengewinnung sogar um neun Prozent.

Es gibt kaum ein kosteneffizienteres Marketing-Tool als den eigenen Newsletter. Der Newsletter kann gewinnbringend genutzt werden, um Personen ohne Kaufinteresse in Interessenten zu wandeln, um Interessenten zu Kunden zu machen und um den After Sales anzukurbeln.

Die Vorteile von E-Mail-Newslettern liegen auf der Hand, denn die Empfänger haben bereits Interesse für das Autohaus gezeigt und den Newsletter abonniert. Die Empfänger kennen den Betrieb und oftmals auch die Mitarbeiter im Autohaus.

Mit einem durchdachten E-Mail-Marketing haben Autohändler die Chance ihre Kunden langfristig zu binden und die Kundenbeziehungen zu festigen. Durch die flexiblen Einsatzmöglichkeiten von Newslettern wird der wiederkehrende Kundenkontakt vereinfacht. Da sich Neuwagen- und Gebrauchtwagenkäufer online stärker denn je informieren, kann der Newsletter zunehmend größeren Erfolg auf der Customer Journey erbringen.

Leider verspielen noch einige Autohäuser das Potenzial von Newsletter-Kampagnen. Nur jedes zweite Autohaus versendet regelmäßig E-Mails an seine Kunden oder nutzt Analysetools für die Auswertung.

Dabei ist E-Mail-Marketing mit Abstand eines der effektivsten Online-Werkzeuge, wenn es um das Sammeln neuer Leads geht. Selbst neuere digitale Kanäle können nicht mithalten. Bei der Lead-Generierung sind Newsletter 40 Mal effektiver als Facebook oder Twitter.

Möchte man neue Leads mit E-Mail-Marketing generieren, ist der erste Schritt natürlich die Gewinnung von E-Mail-Adressen. In Zeiten der DSGVO ist es für Autohäuser schwieriger geworden, Kundendaten zu Marketing-Zwecken zu nutzen. Die Kunden müssen ihr Einverständnis dazu geben, dass ihre E-Mail-Adresse für den Versand eines Newsletters genutzt werden darf. Die Herausforderungen für Autöhäuser sind also hoch.

Wie erhöht man als Autohaus die Reichweite seiner Newsletter?

Das Kontaktformular auf der eigenen Homepage ist natürlich die effektivste und lohnendste Form der Abonnenten-Gewinnung. Die Anforderungen an ein erfolgreiches Newsletter-Anmeldeformular sind, dass es einfach zu finden ist und die Anmeldung so einfach wie möglich ist. Sichtbarkeit lautet das Stichwort. Prominent platziert, im Footer oder in der Sidebar, sind die sinnvollsten Platzierungen für das Anmeldeformular. Auch wenn eigentlich niemand Pop-ups mag eignen sie sich hervorragend, um neue Newsletter-Abonnenten zu gewinnen. Auch eine eigene Landingpage für den Newsletter kann praktisch sein. Diese Landingpage können Autohäuser dann gezielt bewerben. Veröffentlichen Autohäuser regelmäßig Content auf der Homepage oder in einem Blog, bietet sich das Einbinden von sogenannten Sign-up-Formularen innerhalb des Beitrags an. Den eigenen Newsletter nur über den Menüpunkt »Kontakt« anzubieten ist dagegen nicht zu empfehlen.

Darüber hinaus muss es auch funktionsfähig sein. In einer aktuellen Untersuchung wurde festgestellt, dass knapp 30 Prozent der Kontaktformulare auf Webseiten nicht funktionierten.

Neben einer guten Auffindbarkeit ist auch die Einfachheit des Anmeldeformulars zu beachten. Autohäuser sollten es Kunden so einfach wie möglich machen, ihre persönlichen Daten DSGVO-konform zu übermitteln. Bei der Betrachtung der meisten Anmeldeseiten für Newsletter von Autohäusern ist den Datenschützern kürzlich aufgefallen, dass viele in ihrer jetzigen Form nicht den Anforderungen der EU-DSGVO entsprechen. Ein blankes Newsletter-Formular ist risikoträchtig (Nachweispflicht, s. Art. 7 Abs. 1 DSGVO).

Natürlich sollten Autohäuser bei der Anmeldung den Mehrwert des eigenen Newsletters kommunizieren. Einfach nur »Hier anmelden« lockt keine neuen Abonnenten an. Einige Autohäuser bieten zusätzlichen Anreiz, um die Hemmschwelle für die Anmeldung zu reduzieren. Dabei muss unbedingt auf das Kopplungsverbot geachtet werden. Das bedeutet, dass die Einwilligung der Empfänger zur Verarbeitung ihrer personenbezogenen Daten grundsätzlich nicht an eine Leistung gekoppelt werden darf.

In Deutschland gilt als Grundvoraussetzung: Der Versand werblicher E-Mails ist nur mit der ausdrücklichen Einwilligung des Empfängers erlaubt. Empfohlen wird der Double-Opt-In-Prozess. Das bedeutet, das der Newsletter-Interessent nach dem Klick auf den Anmeldelink eine E-Mail mit einem Bestätigungslink erhält. Erst mit dem Klick darauf wird er in die Empfängerliste aufgenommen.  Das sollten Autohäuser auch als Vorteil sehen: Mit diesem Verfahren erhalten Betriebe eine hochqualifizierte Empfängerliste und können ohne Zweifel nachweisen, dass die Abonnenten ihr Einverständnis gegeben haben.

Autohäuser sollten darüber hinaus weitere Kanäle nutzen, um neue Newsletter-Abonnenten zu gewinnen. Soziale Netzwerke helfen beim Sammeln neuer Adressen, die E-Mail-Signatur mit einem Hinweis auf den Newsletter oder auch das Erstellen von Werbeanzeigen lohnen sich. Gerade bei Autohäusern lohnt sich die Kombination von Offline und Online-Aktivitäten, um für den eigenen Newsletter zu werben. Über Flyer, Broschüren und auch eigene Veranstaltungen können Betriebe nutzen, um auf den Newsletter hinzuweisen, um weiterhin in Kontakt zu bleiben.

Wovon wir abraten: E-Mail-Adressen kaufen. Einige Anbieter werben mit vermeintlichen Werbeeinwilligungen, die Betriebe am Ende aber nicht nachweisen können.

Das Generieren von qualitativ hochwertigen E-Mail-Adressen bedeutet Aufwand und benötigt einiges an Geduld. Am Ende lohnt es sich für das Unternehmen. Erfolgreiche Newsletter generieren mehr Traffic, ein besseres Image, stärken die Kundenbindung und führen zu mehr Umsatz.

In einem späteren Beitrag geben wir ein paar Tipps, worauf es beim Erstellen des Newsletters ankommt, welcher Tournus gewählt werden sollte, welche Newsletter-Tools zu empfehlen sind, wie man Leads qualifiziert und wie man Newsletter auswertet.

Haben Sie Fragen zum Thema Autohaus-Marketing? Schreiben Sie uns. Wir unterstützen Autohäuser nicht nur bei der DSGVO-konformen Einholung von E-Mail-Adressen.