Einer von zehn Neuwagen wird bereits im Internet gekauft

Das Web spielt beim Autokauf mittlerweile die zentrale Rolle. Ohne Internet geht nichts mehr beim Autokauf. Die Kunden suchen heute vor dem Kauf gezielt im Netz nach relevanten Informationen. Laut aktuellem DAT-Report nutzen 79 Prozent der Gebrauchtwagenkäufer und 81 Prozent der Neuwagenkäufer das Internet bei der Kaufentscheidung. Auch das Interesse am Onlinekauf ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Inzwischen würden fast drei von vier Kunden, ein Fahrzeug online kaufen.

Die Hersteller haben darauf regiert. Ab 2020 sollen VW-Kunden ihr Auto online kaufen können. Das aktuelle Konzept von Volkswagen sieht vor, dass bis 2020 jeder VW-Vertragshändler digitalisiert sein muss und gemeinsam eine Onlineplattform entwickelt wird. Daimler will bis 2025 jedes vierte Auto online verkaufen. Dabei will Daimler seinen Vertrieb in den kommenden Jahren deutlich umbauen und stärker auf digitale Kanäle ausrichten.

Autokäufer sind bei der Digitalisierung weiter als Autohändler

Einer von zehn Neuwagen wird mittlerweile im Internet gekauft. Das sind die Ergebnisse der DAT. Die Deutsche Automobil Treuhand hat die Daten des aktuellen DAT-Reports 2019 noch einmal genauer unter die Lupe genommen und den Fokus auf diejenigen Pkw-Käufer gerichtet, die ihren Neuwagen 2018 über ein Neuwagenportal gefunden und dann erworben haben.

Jeder achte Autokäufer ordert bereits online

Immer mehr Autokäufer nutzen das Internet und digitale Angebote beim Fahrzeugkauf. Sie sind aufgeschlossen für neue Vertriebswege und Innovationen bei der Fahrzeugauswahl. Autokäufer informieren sich im Web, konfigurieren ihr Wunschauto online und checken Finanzierungsmöglichkeiten auf Portalen. Der Autohandel verlagert sich immer mehr ins Internet. Mit der Vielfallt an Angeboten zum Onlinekauf werden auch die Onlineverkäufe weiter steigen.

Die vielen Online-Angebote machen Autopreise transparenter – und schrauben die Erwartungen an guten Service bereits beim Kaufentscheidungsprozess höher. Das bringt zwei neue Phänomene mit sich: die Kunden, die zum Händler kommen und keine ausführliche Beratung mehr brauchen, weil sie im Internet bereits recherchiert und verglichen haben. Andere Interessenten wiederum holen sich die Beratung im Autohaus, um dann doch ihr Auto online zu kaufen.

Bei der Händlerwahl zeigen sich die Onlinekäufer flexibler als der Durchschnitt aller Kunden. Aufgrund ihrer Online-Suche kontaktierten 54 Prozent (alle Neuwagenkäufer: 31 Prozent) der Onlinekäufer einen Händler im weiteren Umfeld, 80 (23) Prozent kauften das Auto schließlich bei einem anderen Händler als geplant.

Das Informations- und Kaufverhalten wird sich weiter ins Internet verlagern und wird das klassische Autogeschäft immer weiter verändern. Auf diese veränderte Situation muss der Autohandel eingehen. Die Kunden werden immer häufiger im Internet bestellen. Der Trend wird nicht aufzuhalten sein. Der Handel sollte das Online-Neuwagengeschäft nicht dritten überlassen.

Die wichtigsten Auswahlkriterien für Internetkäufer sind Zuverlässigkeit, Anschaffungspreis und Kraftstoffverbrauch. Größeren Wert als Käufer im stationären Handel legen die internetaffinen auf kurze Lieferzeiten. Umkehrt ist ihnen Markentreue weniger wichtig als den Käufern im Autohaus. 21 Prozent der Onlinekunden geben an, dass ihnen die Marke generell egal ist, weil sie ihre Kaufentscheidung nach Funktionalität oder Preis treffen.

Alle Ergebnisse der DAT-Studie gibt es hier